Personenkilometer erholen sich vom Pandemie-Knick
Personenkilometer pro Jahr
Der SPNV bewegt die Menschen in NRW. Und zwar wortwörtlich: 10,6 Milliarden Kilometer weit haben die Bahnen in NRW ihre Passagiere im Jahr 2023 gefahren. Damit ist der Wert der Personenkilometer erstmals wieder auf dem Niveau der Jahre 2014, 2016 und 2018 – hier wurden jeweils über 10 Milliarden Kilometer auf der Schiene zurückgelegt –, bevor die Corona-Pandemie für einen dramatischen Einbruch sorgte.
Die Jahre 2020 bis 2022 standen unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie, wie der durchgehenden Maskenpflicht im Nahverkehr, der vermehrten Einführung von Home-Office-Regelungen, hohen Krankenständen und Isolationspflicht. Trotz dieser Beeinträchtigungen ist nun aber offensichtlich: Die Menschen in NRW wollten einen starken SPNV und stiegen sobald es möglich war, wieder in die Züge. Dies unterstreichen auch die Anzahl der Fahrten. Bei beiden Werten war in den Jahren vor der Pandemie eine stetige Zunahme festzustellen. Die 2024 dürfen also gespannt erwartet werden.
Wie berechnen sich Personenkilometer?
Die Personenkilometer ergeben sich aus der Besetzung in einem Streckenabschnitt zwischen zwei Stationen, multipliziert mit der entsprechenden Streckenlänge. Diese werden für jeden Abschnitt und für jede Linie erfasst. Die Summe dieser Ergebnisse ergibt dann den Wert für ganz NRW. Ein Beispiel: Für einen Abschnitt, mit einer Besetzung mit 500 Fahrgästen und einer Streckenlänge von 4km ergibt sich ein Wert von 2000 Personenkilometern.
Die Pandemie hatte auch Auswirkungen auf die zur Verfügung stehenden Datengrundlagen. Von 2012 bis 2018 basierten die Zahlen auf Erhebungen und Zählungen der SPNV-Aufgabenträger, Erhebungen von DB Regio (RES-Baustein 1) und verfügbaren Daten aus automatischer Fahrgastzählung (AFZ). Bedingt durch die Corona-Pandemie wurden flächendeckende Zählungen im SPNV in NRW in den beiden Jahren 2020 und 2022 nicht durchgeführt. Für diese Jahre basieren die Werte auf einer überschlägigen Trendbeobachtung, indem die Entwicklung der verfügbaren Zähldaten (v.a. AFZ) auf die Gesamtentwicklung zum Jahr 2018 übertragen wurde.